Fastenpilgern 2018

  1. Etappe (18.02.2018)

von Essen-Haarzopf bis zu neuen Synagoge in Duisburg (19 km)

 

Bei herrlichem Sonnenschein, aber frostigen Temperaturen hat am Sonntag, dem 18. Februar das diesjährige Fastenpilgern begonnen. Mit Freude stellen wir fest, dass viele bekannte Gesichter aus den vergangenen Jahren wieder dabei sind. Nach dem Auftaktgottesdienst in der Kirche Christus König, der von Pastor Gerd Belker eindrucksvoll gestaltet wird, machen wir uns gemeinsam mit 83 Pilgern und drei Begleithunden auf den Weg nach Duisburg.

Das Fastenpilgern, von DJK Altendorf 09 und der St-Jakobusbruderschaft in Düsseldorf ausgerichtet, steht in diesem Jahr unter dem Leitwort “Wege der Begegnung mit anderen Kulturen und Religionen”.

Der Weg führt uns zunächst durch das Rumbachtal; der Rumbach entspringt im Essener Stadtteil Haarzopf und mündet in Mülheim in die Ruhr. Auf Essener Gebiet und im Mülheimer Stadtteil Holthausen fließt der Bach in seinem natürlichen oberirdischen Bett. Seine Mündung hat der Rumbach heute unterhalb der Ruhrpromenade im Stadthafen Mülheim an der Ruhr. Zur Mittagsrast können wir in den Kirchenbänken in der Ev. Kirche Broich-Saarn Platz nehmen und – für viele ungewohnt – dort die mitgebrachten Brote, Frikadellen, Salate usw. verzehren.

Gestärkt und von herrlichem Sonnenschein begleitet wandern wir den zweiten Teil dieser Etappe auf asphaltierten Wegen durch die Stadt und durch den Speldorfer Wald in Richtung Innenhafen bis wir an der Synagoge ankommen.

Die Duisburger Synagoge wurde nach Plänen des Architekten Zvi Hecker errichtet und im Februar 1999 eingeweiht. Sie hat die Form eines aufgefächerten Buches mit 5 Seiten. Die fünf unverputzten Stahlbetonbögen nehmen vielfältigen Bezug zur jüdischen Kultur und Geschichte, unter anderem zu den fünf Standorten der Gemeinde ab dem 13. Jahrhundert in Duisburg. Sie können auch als die fünf Finger einer offenen Hand interpretiert werden, die die Offenheit des Judentums symbolisieren.

Das frühe Aufstehen am Sonntag hat sich gelohnt: Bewegung an der frischen Luft, vielfältige Gespräche auf dem Weg (nach einem Jahr gibt es das eine oder andere zu erzählen) und Impulse, die zum Nachdenken anregen.

Barbara