Fastenpilgern  2016

 

1. Etappe (14.02.2016)

Menden – Villigst/ Schwerte (22 km)

 

Mit Regenschirm, Plastikpelerine oder Regenhose ausgestattet starten wir zur ersten Etappe der diesjährigen Pilgerstrecke von Menden nach Essen. Insgesamt  65 Unentwegte lassen sich trotz anfangs leichter Nieselschauern und später ergiebigem Dauerregen nicht davon abhalten, rund 22 km auf dem Ruhrhöhenweg (XR)  zurückzulegen. Am Marktplatz von Menden steht die eindrucksvolle katholische Pfarrkirche St. Vincenz, eine gotische Hallenkirche, deren Westturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammt. Von dort starten wir,  queren die Hönne und stapfen durch ein Waldgebiet  bis nach Sümmern, wo wir im Pfarrheim der Gemeinde St. Gertrudis eine erholsame und vor allem trockene Mittagspause einlegen. Danach geht es weiter auf asphaltierten Straßen und matschigen Waldwegen bis zum Haus Villigst.

Das Fastenpilgern bietet (wetterunabhängig!) vielfältige Möglichkeiten, neue Menschen kennen zu lernen oder Pilger aus den Vorjahren wiederzutreffen, sich zu unterhalten oder seinen Gedanken nachzuhängen.

Wir freuen uns auf die nächste Etappe.

 

Barbara

 

 

 

Fastenpilgern  2016

 

2. Etappe (21.02.2016)

Schwerte --- Herdecke (17,5 km)

 

Die Anreise mit dem Bus führte uns auf der 2.Etappe nach Schwerte.

Nach einem Gottesdienst mit Pastor Belker in der Kirche St. Marien ging es zu Fuß (wie es sich bei Pilgern gehört) auf unseren Pilgerweg in Richtung Hohensyburg.  Bei Nieselregen und Wind ging es den steilen Anstieg zur Hohensyburg hinauf. Leider wurden die 55 Pilger nicht mit einen herrlichen Panoramablick über die Ruhr belohnt. Im Road Stop Hohensyburg haben wir bei Butterbrot und Kaffee neue Kräfte gesammelt. Über den Ruhrhöhenweg verlief unser Weg weiter Richtung Herdecke.

Auch an diesem Tage wurde die Gelegenheit genutzt, sich mit anderen Pilger auszutauschen. Normale Alltagsgespräche zu führen oder auch nur still seinen Weg zu gehen. Der nicht aufhörende Nieselregen und der böige Wind konnte uns nicht auf den matschigen Wegen davon abhalten die letzten Kilometer bis nach Herdecke zu meistern. Müde und erschöpft wurden wir mit dem Bus nach Essen gebracht.

Ich freue mich schon auf die nächste Pilger Etappe.

 

Rudi

 

 

 

Fastenpilgern  2016

 

 

3. Etappe (28.02.2016)

Herdecke – Witten (17 km)

 

An diesem Sonntag wurden wir durch den strahlend blauen Himmel für das schlechte Wetter der letzten Etappen reichlich entschädigt. Begonnen hat die dritte Etappe mit einem Wortgottesdienst in Herdecke, bei dem u.a. die aktuelle Flüchtlingsdebatte thematisiert wurde. Dies gab Impulse und Gedanken für die Gespräche unterwegs.

Bei herrlichem Sonnenschein konnten wir auf der Tour wunderbare Blicke über das Ruhrtal genießen. Die anspruchsvolle Strecke auf dem Ruhrhöhenweg begann bei Herdecke im Ardeygebirge,  führte uns oberhalb des Cuno-Kraftwerks und des Harkortsees westlich in Richtung Wetter an der Ruhr, wo wir eine frühe Mittags- oder verspätete Frühstückspause einlegten. Ab Gut Obergedern ging es nördlich in Richtung Wartenberg (246m). Nach Passieren der Straße Kohlensiepen, wanderten wir nach links ins Naherholungsgebiet Hohenstein. Der Ruhrhöhenweg führte uns weiter durch den Hohenstein zum Berger-Denkmal,  ein Aussichtsturm, der 1902-04 aus Ruhrsandstein auf 26m Höhe ausgebaut wurde.

Mit 74 Pilgern und zwei Hunden kamen wir am Nachmittag in Witten an;  leider mussten wir eine gute Stunde auf den Bus warten, der uns etwas durchgefroren nach Essen zurückbrachte. Auch am nächsten Sonntag sind wir wieder dabei!

 

Barbara

 

 

 

Fastenpilgern  2016

 

 

4. Etappe (06.03.2016)

 Witten - Hattingen (18 km)

 

Rutschige Angelegenheit, Morast macht den Fastenpilgern den Weg schwer.

Mit schwerem Geläuf hatten die Fastenpilger, die an den Sonntagen der Passionszeit von Menden nach Essen-Werden unterwegs sind, am vergangenen Sonntag auf dem Teilstück zwischen Witten und Hattingen zu kämpfen: Der dauernde Regen der letzten Tage hatte einige Passagen des Ruhrhöhenwegs in schlammige, morastige Wegstücke verwandelt, die die Pilger ein ums andere Mal ins Rutschen brachten. Da blickte manch einer sehnsuchtsvoll in den Himmel, wo die ersten Wildgänse mit lautem Geschnatter aus ihren Winterquartieren zurückkehrten. „Die haben es offensichtlich einfacher, voran zu kommen“, lachte Hubert Röser von der DJK Altendorf 09, dem Essener Breitensportverein, der gemeinsam mit der St.-Jakobus-Bruderschaft in Düsseldorf zum inzwischen fünften Mal den spirituellen Wandergang organisiert.Die Enge der herrlichen Waldpassagen führte an diesem Sonntag fast zwangsläufig dazu, dass nicht so viele Gespräche geführt wurden wie bei den vorigen Etappen: Wie auf einer langen Perlenschnur aufgereiht zogen die Pilger im Gänsemarsch hintereinander durch den Wald, genossen schweigend den wärmenden Sonnenschein und dachten über die „Seligpreisung derer, die nach Gerechtigkeit dürsten“ nach. „Die Verbindung der spirituellen Impulse mit der Bewegung des Gehens, die teilweise durchaus anstrengend ist, macht wohl den besonderen Reiz der Aktion aus“, meint Hubert Röser zum Erfolgsrezept der Aktion „Fastenpilgern“, die Sonntag für Sonntag zwischen 60 und 80 Menschen unterschiedlichen Alters dazu bewegt, die wohlig warmen vier Wände der eigenen Wohnung zu verlassen und sich auf den Weg zu machen. „Das kostet bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schon ein wenig Überwindung, auf der anderen Seite ist das Gemeinschaftserlebnis natürlich eine tolle Sache!“

 

 

 

Fastenpilgern  2016

 

 

5. Etappe (13.03.2016)

Hattingen - Essen Steele (18 km)

Die fünfte Etappe des diesjährigen Fastenpilgerns führte von Hattingen nach Essen-Steele. Begonnen hatte der Tag mit einem Gottesdienst in Hattingen, den Gerd Belker mit den Pilgern feierte. Der Weg führte über den Leinpfad entlang der Ruhr. Die Mittagspause der 57 Teilnnehmer endete in Niederwenigern mit einem Besuch in der Kirche St. Mauritius. Von dort aus verlief der Weg wieder zur Ruhr. Die schöne Route führte an zahlreichen Wehren und Schleusen vorbei und an architektonischen Schmuckstückchen, etwa der Villa Vogelsang in Essen-Horst. Die 5.Etappe endete in der Steelenser Kirche St. Laurentius.

 

 

Fastenpilgern  2016

 

 

Schlussetappe (20.03.2016)

Essen Steele - Essen Werden (10 km)

 

Fastenpilgern 2016 mit Rekord-Teilnahme beendet:Über 103 Pilger nahmen an der Schlussetappe von Essen Steele nach Essen Werden teil.

Seit Jahren findet das Angebot zum Fastenpilgern der DJK Altendorf 09 regen Anklang.Viele Menschen wollen in dieser Zeit etwas machen, das sich einerseits vom Alltag abhebt, andererseits auch zur Besinnung kommen, was in dieser schnelllebigen Zeit bekanntermaßen oftmals sehr schwer ist.” Da die letzte Etape immer auf Palmsonntag stattfindet,wurden auch in diesem Jahr wieder Palmsträußchen gebunden, geweiht, und an die Fastenpilger übergeben. Nach dem obligatorischen Startfoto vor der Pilger-Stempelstelle St. Laurentius in Steele machten sich die Gruppe über den Stadtgarten, die Kluse und den Baldeneysee nach Essen-Werden auf, wo in der Luciuskirche der feierliche Abschlussgottesdienst gefeiert wurde. Nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich viele Pilger mit den Worten

 

“Bis zum nächsten Jahr”

 

Insgesamt wurden rund 110 km vom Ausgangspunkt in Menden bis Essen-Werden zurückgelegt.