Tiers 2015

 

Zur Einstimmung ging es zunächst zur Tschafonhütte (1.738 m) und zur Völseggspitze und am folgenden Tag führte uns unser Weg zur Haniger Schwaige (1.937 m).

Der dritte Tag zeichnete sich durch eine anspruchsvolle Bergtour aus. Mit dem Auto ging es nach Obereggen und weiter mit dem Sessellift zur Bergstation „Oberholz“ auf 2.100 m. Dort begann unsere lt. Wanderführer „anspruchsvolle, jedoch gut gesicherte Bergwanderung“, die uns ins Herz des UNESCO-Welterbes Latemar führte. Dem steilen Anstieg durch Blumenwiesen folgte bald ein schmaler Pfad, der uns im Zickzack zwischen Felsen den Berg hinaufführte bis zur Gamsstallscharte auf 2.590 m. Dort lag in einigen Senken noch Schnee. Zwischen den beeindruckenden Felsen hindurch ergab sich immer wieder ein grandioser Blick in die umliegende Bergwelt. Nach der Scharte ging es einen gerölligen Pfad abwärts. Schließlich folgte der letzte Aufstieg über Felsen bis zur Pisahütte (2.670 m), vorbei an einem großen, schmalen, schiefen Felsen, der an den schiefen Turm von Pisa erinnert. Die Hütte „klebt“ sehr spektakulär auf einem schmalen Grad. Nach einer Stärkung traten wir auf der anderen Seite der Hütte den Rückweg über einen langen steil gewundenen Pfad mit viel Geröll an. Anschließend führte uns ein Wiesenpfad auf halber Hanghöhe zurück zum Lift. Nach sieben Stunden waren wir wieder an der Talstation vom Sessellift.

Nach einem Tag „Wanderpause“ brachen wir am nächsten Tag trotz der angesagten 34 Grad Wärme zur Grasleitenhütte auf. Der erste Anstieg über einen steilen Zickzackpfad durch den Wald war schon anstrengend. Dann folgte ein breiter Fahrweg mit moderatem aber stetigem Anstieg in das Tschamintal hinein. Am „Rechten Leger“, einer grasbewachsenen Lichtung mit Blick in die Berge, die wir hinaufsteigen wollten, verabschiedeten sich die ersten Teilnehmer und traten den Rückweg an. Der weitere Weg führte uns über einen schmalen Pfad steil bergauf. Nach einem Aufstieg von ca. 700 Höhenmetern beschlossen weitere Wanderer Angesichts der noch zu bewältigenden 300 Höhenmeter in praller Sonne bis zur Hütte, ebenfalls den Rückweg anzutreten. Die Hitze wurde selbst in diesen Höhen fast unerträglich. So war es besonders erfrischend, die Füße in einem Bach zu kühlen. Die übrigen Wanderer stiegen tapfer weiter auf. Nach fast zwei Stunden hatten sie das Ziel vor Augen; es war dennoch ein Stück Weg und Anstieg zu bewältigen bis die Grasleitenhütte auf 2.165 m endlich erreicht war - große Erleichterung bei allen Wanderern! Nach acht Stunden kamen alle erschöpft, doch glücklich zurück zum Hotel.

Wandertag sechs stand wieder im Zeichen einer moderaten, nicht sehr schweißtreibenden Tour - von der Paolinahütte auf 2.125 m zur Rotwandhütte auf 2.283 m. Am letzten Wandertag waren angesichts von angekündigten 34 Grad und Gewitterneigung moderate Touren angesagt. Ein Teil der Gruppe fuhr zur Seiser Alm. Dies ist mit einer Größe von 56 km² Europas größte Hochalm (1.680 m). Bei leichtem Wind konnten wir die Wärme in der prallen Sonne gut ertragen und auf dem Puflatsch-Rundweg -entlang der Hexenbänken- einen fantastischen Panoramablick auf die umliegenden Berge genießen. Die übrigen Wanderer verbrachten den Tag am Völser Weiher und unternahmen ebenfalls moderate Wanderungen. Am Abend saßen wir alle auf der Terrasse zusammen und ließen die Tage Revue passieren. Es war wieder ein toller Wanderurlaub.