Winterwochenende in Oedingen 29.01. – 01.02.2015)

 

 

Am Donnerstagmittag machten wir uns zu neunt in zwei Autos auf den Weg nach Lennestadt-Oedingen, um unser traditionelles Winterwanderwochenende zu verbringen. Der Wetterbericht ließ uns auf Schnee hoffen, kaum waren wir unterwegs, fing es auch schon an zu graupeln, und kurz vor dem Ziel waren die Straßen weiß und glatt. Nach einer Stärkung in einem 'Bäcker-Café' in Elspe konnten wir unsere Zimmer im Hotel Buckmann beziehen. Dann starteten wir zu unserer ersten kleinen Wanderung und marschierten eineinhalb Stunden durch den leicht verschneiten Wald. Die Wege waren anfangs noch matschig, aber je höher wir kamen, umso schöner wurde der Schnee. Auf dem Rückweg besichtigten wir noch die Pfarrkirche St. Burchard. Das Abendessen war eine leckere Überraschung, und ganz flexibel wurden alle Sonderwünsche erfüllt. An diesem Abend gingen wir ziemlich früh ins Bett, um für den nächsten Tag und die erste 'richtige' Wanderung ausgeruht zu sein.

Am nächsten Morgen stellten wir erfreut fest, dass es in der Nacht geschneit hatte, und so ging es nach einem sehr guten Frühstück los, um den Höhenweg auf der anderen Talseite zu erwandern. Immer auf der Suche nach dem X stapften wir durch den tiefen Schnee. Unterwegs boten sich herrliche Ausblicke auf die verschneite Landschaft. Wandern in frischer Luft macht hungrig, also suchten wir gegen 14.30 Uhr eine Einkehrmöglichkeit. Aber wir waren auf dem Land, und da schließen die Gaststätten um 14 Uhr und öffnen erst wieder um 17 Uhr – zumindest im Winter. Also kehrten wir wieder bei einem Bäcker – diesmal in Oberelspe - ein. Dort stieß dann auch die zehnte Teilnehmerin zu uns. Auf einem schönen Waldweg ging es zurück zum Hotel. Dort gab es wieder ein exzellentes Abendessen, und danach konnten wir einige der 'kleinen Tierchen, die nachts immer die Kleider enger nähen' beim Kegeln im benachbarten Gasthof abarbeiten.

Für Samstag hatten wir als Ziel die Skihütte Halberbracht ausgesucht. In der Nacht hatte es wieder geschneit, und so stapften wir mit Begeisterung los. Leider übersahen wir dabei einen Abzweig und mussten nach gut 15 Minuten wieder umkehren und den richtigen Weg suchen. Der war aber wohl schon lange nicht mehr begangen worden, so dass die vordersten die anstrengende Aufgabe hatten, den Weg durch den unberührten Schnee zu spuren. Beschilderungen, Markierungen und die Wanderkarte passten oft nicht zusammen, so dass unser 'Anführer' sich als Pfadfinder beweisen musste. Mit vereinten Kräften und am Ende aufgeweichter Karte fanden wir aber den Weg nach Halberbracht. Müde steuerten wir um 15 Uhr den ersten Gasthof an, aber natürlich war der bis 17 Uhr geschlossen. Also liefen wir noch bis zur Skihütte, die zum Glück geöffnet war. Dort stärkten wir uns mit Waffeln und Heißgetränken, und danach bestellten wir uns ein Großraumtaxi und fuhren zum Hotel zurück. Nach dem Abendessen vom 'verliebten' Koch ließen wir den Abend mit 'Mäxchen' und viel Gelächter ausklingen.

 

Ulla