Sonntagswanderung im Essener/Gelsenkirchener Grenzgebiet

Die Sonntagswanderung im Februar führte uns in den grünen Essener Norden und Gelsenkirchener Süden. Wir starteten an der Zeche Bonifacius, erklommen den Mechtenberg und erreichten durch den Rheinelbe Park den Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Von dort traten wir den Rückweg an durch den Skulpturenwald und den Von-Wedelsstaedt-Park hin zur „Himmelstreppe“ in Gelsenkirchen-Ückendorf. Bald darauf sahen wir wieder den Bismarkturm auf dem Mechtenberg, hinter dem unser Ausgangspunkt und Ziel lag – das Restaurant „Wolperding“. Dort ließen wir nach 12 km unsere Wanderung bei leckeren Hähnchen ausklingen.

Vom Mechtenberg hat man eine weite Sicht Richtung Essen, Gelsenkirchen und Bochum. Die einzige natürliche Erhebung in dieser Gegend ist stolze 80 m hoch und wird von einem Bismarkturm geschmückt. Unser nächstes Ziel, der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, war ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park. Unter dem Motto „Arbeiten im Park“ wurde auf dem Gelände ein rund 300 Meter langes verglastes Gebäude errichtet, an dem eine Reihe von Bürotrakten angegliedert ist. Unmittelbar an das Gebäude angrenzend ist ein neuer Stadtteilpark mit See entstanden und auf dem Dach des Gebäudes befindet sich ein Solarkraftwerk. Anfang der 1990er Jahre ließ der Künstler Herman Prigann im umgebenden Gelände einen "Skulpturenwald" entstehen aus Abfall-Materialien des Industriezeitalters wie Mauerstücke, Betonblöcke und alten Stahlteilen. Allerdings sind die Skulpturen ziemlich verwittert und teilweise zugewachsen. Daran angrenzend entstand um 1900 der Von-Wedelsstaedt-Park mit einem schönen Teich. Schließlich erreichten wir unser höchstgelegenes Ziel, die „Himmelstreppe”. Nach dem Aufstieg zum 85 Meter hohen Spiralberg, auf dem die Betonrelikte einer Dortmunder Zeche in den Himmel ragen, genossen wir die Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Von dort sahen wir schon den Mechtenberg, hinter dem sich unser Ziel, das „Wolperding“ in Essen –Kray auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Bonifacius, befand. In imposanter Industriekulisse stärkten wir uns dann nach dieser Wanderung.

So haben wir bei herrlichem Sonnenschein wieder eine neue Gegend erkundet, die vielen von uns noch unbekannt war.

Birgit