Drei Schlösser-Wanderung

Unsere 3-Schlösser-Wanderung im April führte uns ins nördliche Ruhrgebiet.

Wir starteten am Schloss Berge in Gelsenkirchen-Buer, kamen dann auf Hertener Gebiet zum Schloss Westerholt und schließlich zum Schloss Herten. Alle drei wurden als Wasserburgen im 13. bzw. 14. Jahrhundert erbaut und erhielten ihre heutige Form im 16./17. (Herten), 18. (Berge) und 19. Jahrhundert (Westerholt).

Der Weg führte uns zunächst durch den Berger Park, dann über den Hauptfriedhof, durch den Buerschen Stadtwald, den Westerholter Wald und die Löchterheide nach Westerholt. Dabei kamen wir am Gelände des 1968 eröffneten  Löwenparks des Grafen von Westerholt vorbei. Seit 1988 gibt es dort aber keine Löwen mehr, statt dessen warnten uns kurz darauf Schilder vor einer anderen Gefahr, denn unser Weg ging mitten durch einen Golfplatz. Unbeschadet erreichten wir das Schloss Westerholt und daneben das 'Alte Dorf' Westerholt mit seinen 60 Fachwerkhäusern, 1421 als 'Freiheit Westerholt' erstmals erwähnt. Wir waren begeistert von den gepflegten Häusern und den dazugehörigen Gärten.

Über Feldwege, kleine Straßen und ein kurzes Stück an einer Hauptstraße entlang wanderten wir eine weitere Stunde zu unserem Mittagspausenziel Schloss Herten. Verpflegungstechnisch fühlten wir uns an unser Winterwochenende im Sauerland erinnert, denn die Küche war wegen Renovierung geschlossen, und so konnten wir uns nur mit Kuchen oder Waffeln stärken. Dennoch waren wir nach etwa einer Stunde wieder gut erholt für den Rückweg, der uns durch Felder und Wiesen und ein Wohngebiet im Stadtteil Resse zurück zum Buerschen Stadtwald brachte, wo wir in der Waldschänke die zweite Pause einlegten – auch hier gab es  Kuchen, diesmal aber draußen bei strahlendem Sonnenschein. Zurück zum Ausgangspunkt ging es wieder über den Friedhof und durch den Schlosspark, wo einige Wanderer dann nach gut vier Stunden Gehzeit doch noch zu ihrer herzhaften Stärkung in Form von Currywurst kamen.

Es war eine sehr abwechslungsreiche Wanderung mit überraschend viel Natur und interessanten und schönen Gebäuden, die die meisten von uns dort nicht erwartet hatten.

Ulla