Wanderwochenende in Winterberg-Altenfeld vom 14.02 -17.02.2013


 

Mitte Februar ging es ins Sauerland, um eine Schneeschuhwanderung zu machen.

Einige Zeit vor der Fahrt kletterten die Temperaturen in den zweistelligen Bereich. Schnee schmolz dahin und Matsch machte sich breit. Wir stellten uns schon auf eine „Matschwanderung“ ein. Doch dann kam doch noch mal der Schnee und als wir unser Ziel in Winterberg-Altenfeld erreichten, war alles weiß. Am ersten Abend wurden wir mit einem Schnaps empfangen und bedienten uns am leckeren Büffet. Nach langer Diskussion einigten wir uns auf eine Route für den ersten Wandertag. Der Morgen war zwar etwas nebelig, aber der Schnee hatte eine gute Konsistenz. Unser Weg führte uns vom Gasthof über den Hunau-Höhenweg zum Hunau-Lift. Auf dem Weg begegneten wir kaum einem Menschen. Ganz oben auf dem Höhenweg (ca. 800m) lag etwa 50 cm Schnee und wir mussten uns unseren Weg bahnen. Das war anstrengend, aber auch schön – so im „dicken“ Schnee. Nach vier Stunden erreichen wir die Talstation des Hunau-Liftes. Dort war viel Betrieb und wir hatten Glück, dass unsere große Gruppe (12 Personen) dort noch Platz fand. Nach einer Stärkung traten wir den Rückweg an, der uns nun über breite Fahrwege führte. Die waren zwar nicht geräumt, aber der Schnee war schon plattgefahren. Zurück im Gasthof gab es erst mal Kaffee und Kuchen und abends powerten wir uns noch beim Kegeln aus.

Am nächsten Tag erwartete uns endlich die Schneeschuhwanderung. In Winterberg hatten wir einen Führer gebucht, der uns mit Schneeschuhen, Stulpen und besonders langen Stöcken ausstattete. Wir wanderten quer über die Felder leicht bergauf. An einer kleinen Hütte machten wir Rast und unser Wanderführer überraschte uns mit heißem Kakao. Wir lernten noch einiges über die Gegend und kehrten nach gut zwei Stunden zum Ausgangspunkt zurück. Dort wartete Kaffee, Tee, Schnittchen und Gebäck auf uns. Das Angebot nahmen wir dankend an. Nun erfuhren wir, dass unser Schneeschuhführer eine bewegte Vergangenheit hatte. Er leitete viele Expeditionen zum Nordpol. Als ehemaliger Metzger entwickelte er eine besondere Nahrung für Expeditionsteilnehmer. Vorübergehend bot er auch Schlittenhundetouren an. Mit ihm und seiner Frau führten wir noch interessante Gespräche. Den restlichen Tag verbrachten wir bei Kaffee und Kuchen und ließen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen. Da sich am letzten Tag das Sauerland in Nebel hüllte und der Schnee stark schmolz, beschlossen wir nach dem Frühstück die Heimreise anzutreten.

Das war ein schönes Winterwochenende im Sauerland und die Schneeschuhwanderung war ein besonderes Erlebnis.

 

Birgit