Tiers 2013

 

 

 

Auch in diesem Jahr haben sich wieder 13 Personen aufgemacht, um sich in Tiers in den Dolomiten „gut-drauf“ zu fühlen und gemeinsam zu wandern. Zur Eingewöhnung ging es zunächst auf den „Hausberg“, der Völsegg-Spitz auf 1.834 m. Zur Rast lud die Tschafon-Hütte zu Brennnesselpfannkuchen oder Kräuterquark ein. Vom Gipfelkreuz konnte man die Aussicht auf die umliegenden Berge und bis nach Bozengenießen. Trotz des herannahenden Gewitters entschied sich ein Teil der Gruppe noch einen Abstecher zum Haus Schönblick zu machen. Die Ängstlicheren wanderten der dunklen Wolkenfront entgegen so schnell sie konnten und erreichten trockenen Fußes das Hotel. Alle Übrigen rasteten noch im Haus Schönblick und wurden beim Rückweg vom Gewitter überrascht. Zum Glück war ein Fahrer im Hotel, der alle heil zurück brachte.

Am nächsten Tag erwanderten wir das Labyrinth unterhalb des Latemars und genossen anschließend die Entspannung im und am Pool im Garten des Hotels.

 

Eine schwierige Tour war der Abstieg durch das „Bärenloch“. Von der Seiser Alm stiegen wir auf bei herrlich klarem Wetter und Sonnenschein zur Roßzahnscharte auf 2.490m. Bei einer Rast an der Tierser Alpl Hütte stärkten wir uns für die Herausforderung, die uns erwartete. Dann begann der Abstieg über 1.300 Höhenmeter bis zum Tschamintal. Beim Bärenloch musste der Abstieg zwischen engen Felsen und steil bergab durch eine Schlucht mit Seilsicherung bewältigt werden. Alle kamen ziemlich geschafft am Hotel an und genossen das leckere Abendessen etwas später.

Eine leichte Wanderung zur Haniger Schwaige brachte uns am nächsten Tag etwas Erholung. Am Abend wurde für die Hotelgäste im Garten gegrillt. Das genossen wir, bis wieder ein Gewitter aufzog.

 

Wir hatten schon viel von den „Schlern Häusern“ gehört, sie aber noch nie gesehen. Also sollte das nun unser Ziel sein. Wieder ging es zunächst zur Seiser Alm und dort begann der Aufstieg über den „Touristensteig“ zu den Schlern Häusern auf2.450 m. Die Aussicht war wieder herrlich – ganz klar -. Nach einer Stärkung teilte sich die Gruppe. Diejenigen, die es etwas leichter wollten, stiegen über denselben Weg ab und kehrten mit dem Bus zurück. Alle Übrigen bewältigten den Rückweg über die „Bärenfalle“ mit einem Abstieg von 1.300 Höhenmetern. Am Hotel angekommen, liefen sie etwas merkwürdig und wollten sich am nächsten Tag unbedingt ausruhen.


Nach einem ruhigen Erholungstag folgte eine neue Herausforderung: die Rotwand mit 2.806 m sollte bezwungen werden. Nicht alle Teilnehmer waren davon begeistert, so teilte sich die Gruppe. Die „normalen“ Wanderer fuhren mit dem Bus bis nach Vigo di Fassa und bestiegen eine Großraumgondel die sie zur Hütte „Bellavista“auf 1.997 m brachte. Von dort führte der schöne Fassener Höhenweg zur Rotwandhütte. Dort konnten die Kletterer beobachtet werden. Nach einer Stärkung ging es zum Paolinalift und mit dem Bus zurück zum Hotel. Die Mutigen aus unserer Gruppe nahmen den Rotwandklettersteig. Zuerst ging es mit dem Auto zum Paolinalift, wo der Aufstieg zum Klettersteig begann. Dabei musste ein Schneefeld überquert werden. Nachdem die Selbstsicherungen und Helme angelegt waren, begann der Aufstieg auf die Rotwand. Am Gipfelkreuz wurde eine Eintragung ins Gipfelkreuzbuch gemacht und der Abstieg in Angriff genommen. Der war schlimmer als der Aufstieg, da der Weg mit Geröll übersäht war und somit sehr rutschig. Immer wieder lösten sich Steine und donnerten zu Tal. Geschafft aber glücklich erreichten alle die Rotwandhütte, wo es zur Stärkung erstmal einen Schnaps gab. Das Wetter hielt sich bis kurz vor Schluss. Am Lift kam der große Regen und durchnässte alle Kletterer. Am Hotel wurden sie von den übrigen Wanderern in Empfang genommen. Der Tag klang dann bei Hugo oder Wein und Bier aus.

 

Bei gutem Wetter traten die Meisten die Rückfahrt an, während sich Einige noch ein paar Tage von den Strapazen erholten. Das war wieder ein gelungener Wanderurlaub in den Dolomiten.

 

Birgit