Pfingsten in der Eifel 2013

 

 

Wir hatten uns in einer mehrtägigen Wanderung den „Wildnis-Trail“ in der Eifel vorgenommen. Von den vier möglichen Etappen zwischen 20 und 25 km, begaben wir uns auf drei Teilabschnitte.

Nach unserer Ankunft am Hotel starteten wir unsere erste Tour am Bahnhof Heimbach. Da zu der Zeit zufällig gerade eine Führung mit einem Ranger startete, nutzen wir die Gelegenheit und schlossen uns der Tour an. Unser Ranger führte uns ca. 12 km durch Wald und Feld und erklärte uns viel über den Nationalpark Eifel. Dort wird die Natur sich selber überlassen. So sieht man einen Wald, der langsam wieder zum „Urwald“ wird. Wir sind noch im Trockenen gestartet, dann fing es an zu tröpfeln, dann zu regnen und dann zu gießen. Zum Glück waren wir alle wetterfest angezogen. Nach einer Einkehr in der Abtei Mariawald und hausgemachter Erbsensuppe, ging es gestärkt weiter zurück nach Heimbach. Obwohl alles an uns triefte, war es ein tolles Erlebnis.

 

Am nächsten Tag blieb es trocken und nachmittags kam sogar die Sonne raus. Wir folgten einer weiteren Etappe auf dem Wildnis-Trail, der gut mit einem Katzenkopf beschildert ist. Die ca. 20 km lange Tour führte uns von Gemünd zur NS-Ordensburg „Vogelsang“ – ein ehemaliger Schulungsort für Nachwuchskräfte der NSDAP. Ein sehr bedrückender Ort. Weiter ging es zum ehemaligen Ort „Wollseifen“. Als dort ein Truppenübungsplatz eingerichtet wurde, mussten 550 Einwohner weichen. Die Häuser wurden zu Übungszwecken zerschossen. Heute stehen nur noch die Kirche und später gebaute Rohbauten, die nur zu Kampfübungen errichtet wurden. Schließlich erreichten wir die Urftseestaumauer, wo uns ein Schiff vor der Nase wegfuhr. So liefen wir noch mal 5km am Rursee entlang und erreichten dort eine Fähre, mit der wir zurück nach Heimbach fuhren. Wie bestellt, wartete dort am Anleger ein Bähnchen, das uns bis in die Nähe unseres Hotels brachte. Am Abend war noch Kegeln angesagt.

 

Am letzten Tag schien die ganze Zeit die Sonne und es war richtig warm. Wir fühlten uns gerüstet für eine weitere 20 km Tour. Mit dem Zug ging es von Heimbach nach Zerkall. Dort folgten wir der „Katze“, die wir allerdings bald verloren. Eine Abzweigung wurde wohl übersehen und schon stimmte die Örtlichkeit nicht mehr mit der Karte überein. Im weiten Bogen fanden wir dann doch noch unser Etappenziel – ein rustikales Café mit leckerem, hausgemachtem Kuchen. Danach fanden wir gestärkt wieder den Katzenkopf als Hinweis auf den Wildnis-Trail, dem wir dann bis nach Heimbach folgten. Bei herrlichem Sonnenschein ließen wir den Tag bei einem Glas Rotwein ausklingen.